Was sind Übungen des täglichen Lebens?
28. Juni 2010
Die Pädagogik von Maria Montessori, die bis heute in Kinderhäusern und Schulen angewandt wird, basiert auf fünf Säulen, die die Pädagogin infolge ihrer praktischen Arbeitserfahrungen definierte. Eine dieser Säulen wird durch die Übungen des täglichen Lebens gebildet. Durch sie sollen Kinder Handgriffe erlernen, die sie aus dem eigenen Umfeld kennen. Die Übungen befriedigen den natürlichen Drang der Selbstständigkeit und helfen Jungen und Mädchen dabei sich von der Abhängigkeit zu den Erwachsenen zu lösen. Nach der Auffassung von Maria Montessori setzen sich diese Übungen aus drei wesentlichen Elementen zusammen. So lernen Kinder zunächst die Pflege der eigenen Person. Ein wichtiger Bestandteil dieser Übungen sind die richte Körperpflege, zu der das Händewaschen gezählt werden muss.
Als zweites Element müssen Übungen genannt werden, durch die Kinder den Umgang mit anderen Menschen erlernen. Sie beziehen sich zunächst auf den Umgang mit anderen Kindern. Dabei lernen Kinder Höflichkeit und allgemeine Floskeln ebenso kennen wie das Benehmen beim Essen. Als letztes Element der Übungen des täglichen Lebens muss die Pflege der Umgebung genannt werden. Übungen dieser Art beziehen sich auf den Ordnungserhalt der eigenen Umgebung. Kinder lernen die wichtigsten Bestandteile der Blumenpflege und allgemeine häusliche Arbeiten, wie das Abwaschen, kennen.
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