Montessori kosmische Erziehung
19. Mai 2010
Nach Maria Montessori ist der Mensch Teil eines großen Ganzen und hat eine Aufgabe, welche in der Erfüllung seines Teils des kosmischen Planes liegt. Die Aufgabe der kosmischen Erziehung nach Montessori ist die Vorbereitung des Kindes auf diese Aufgabe.
Ziel der Montessori-Pädagogik ist die Erziehung und Bildung des Kindes zu einem Menschen, der eigenständig Entscheidungen trifft, diese umsetzt und auch Verantwortung dafür übernimmt. Natürlich gilt dabei der Verzicht auf Handlungen, welche nur den eigenen Vorteil bezwecken und dabei den Nachteil anderer Menschen oder gar den der allgemeinen Umwelt billigend in Kauf nehmen. Die kosmische Erziehung fußt zwar auf einer Erklärung des Ursprungs allen Seins, der sich religiöser Elemente bedient, drängt die Kinder jedoch nicht diese These anzunehmen. Dies stünde auch im Gegensatz zu der Grundhaltung der Montessori-Pädagogik, dem Kind die freie Wahl bei der Entwicklung seiner Überzeugungen zu lassen. Dem Intellekt wird in der kosmischen Erziehung ein sehr hoher Stellenwert beigemessen, da er den Menschen vom Tier unterscheidet und ihn befähigt, sich der Konsequenzen seines Handelns im Vorhinein bewusst zu werden. Daraus folgt die gegebene Verantwortung für die eigenen Taten und die Einsicht in die Übernahme der Verantwortlichkeit für die Welt, in welcher der Mensch lebt. Ebenfalls wichtig ist die Einsicht das der Mensch durch das Bewusstsein und die Anwendung des Intellektes die Natur zur Kultur umgestaltet.
In der Montessori-Pädagogik und -Philosophie wird der Mensch als Besonderheit in der Schöpfung begriffen, da er sich seiner Lage und seiner Handlungen bewusst ist, diese nicht nur willentlich beeinflussen kann, sondern auch zu wählen vermag.
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