Die vorbereitete Umgebung, ein Begriff aus der Pädagogik Maria Montessoris, beschreibt eine Umgebung, welche auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten eines Kindes abgestimmt ist. Ziel ist die Befähigung des Kindes sich aus der Abhängigkeit des Erwachsenen zu lösen.

Das Kind hat hier die Möglichkeiten sich seinen Arbeitsplatz nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen einzurichten und lernt somit die selbstständige Gestaltung seines Umfeldes unter Rücksichtnahme auf die anderen Kinder. Dafür ist die Möblierung in kindgerechter Ausführung gewählt, Tische und Stühle sind also in Proportion und Gewicht den Verhältnissen von Kindern angepasst. Materialien sind in begrenztem Umfang vorhanden aber frei zugänglich und in Augenhöhe des Kindes positioniert, dies fordert zum einen Abstimmungs- und Verteilungsprozesse unter den Kindern heraus, zum Zweiten wird die realistische Erkenntnis der Begrenztheit von Rohstoffen erzeugt. Die Aufgabe der Erwachsenen ist die Vorbereitung dieser Umgebung, sowie das Tragen der Verantwortung ohne das Kind zu stark einzuschränken. Die Kinder selbst sind verantwortlich für den Erhalt ihres Lebens- und Arbeitsumfeldes. Es werden zum Beispiel zerbrechliche Gegenstände nicht außen vor gelassen, um dem Kind ein Gefühl für entsprechenden Umgang mit und Wertschätzung der Dinge zu vermitteln.

Wichtig bei dieser vorbereiteten Umgebung ist es einen Aufforderungscharakter zu erreichen, damit dem Kind die Fähigkeit vermittelt wird, sich in seiner Umgebung ohne die Anleitung durch Andere zu betätigen. Ein wichtiger Schritt in das Erwachsensein, der hier von Montessori bezweckt wird.

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